8 Dinge, die ich an Köln liebe.

Ejal, wohin der Wind mich trägt

Ich nehm’ dich überall mit hin; oh-oh-oh

Und bin ich uch am End von der Welt

Ich komm’ zurück! Ich komm’ irjendwann zurück!

Liebe deine Stadt!

Oh-oh-oh, oh-oh-oh-oh

Oh-oh-oh-oh-oh

(Mo- Torres, Cat Ballou & Lukas Podolski – Liebe deine Stadt)

“Liebe deine Stadt”

Die Rede ist hier von der viertgrößten und über eine Millionen Einwohner- Stadt Deutschlands: von Köln. Auch meine Wurzeln sind kölsch und so begleitet mich die Stadt schon mein Leben lang. Geboren wurde nicht nur ich in Köln- Porz, sondern auch schon meine Mutter in der Südstadt, wo mein Sohn ebenfalls vor zwei Jahren zur Welt kam. Zwar mag unsere Stadt nicht die Schönste sein, doch ist das kölsche Lebensgefühl ganz besonders. Warum ich Köln liebe und welche Orte für mich das Leben hier so wunderbar machen, möchte ich dir in diesem Blogartikel zeigen.

  1. Meet & eat auf dem Rudolfplatz
  2. Sion Sommerkino
  3. Always Karneval 
  4. Neptunbad
  5. Köln und seine Veedel
  6. Kölner Grüngürtel
  7. Pottery Art Café 
  8. Heilandt 

1. Meet & Eat auf dem Rudolfplatz

Einen Besuch wert ist der Wochenmarkt auf dem Rudolfplatz. Anders als sonst findet er nicht nicht am Wochenende und nicht vormittags statt. Jeden Donnerstag von 16 bis 21 Uhr bieten Aussteller dort in ihren Foodtrucks Kleinigkeiten zum Da essen oder Mitnehmen an. Von besonderen Köstlichkeiten, Delikatessen und Foodtrends über leckere Weine und Cocktails gibt es hier alles, was das Herz begehrt. 

Schon mehrmals daran vorbeigelaufen, war ich endlich kürzlich zum ersten Mal dort. Kreisförmig angeordnet erwarteten uns circa 15 verschiedene Aussteller mit einer Mischung aus Foodtrucks und Marktständen. Vor den Buden luden Bierbänke und Stehtische zum Verweilen ein. Der Markt war richtig gut besucht und die Atmosphäre entspannt. Es wurde gelacht, gegessen und Wein getrunken. Ein Hauch von Urlaub lag in der Luft. Nachdem wir uns einen Überblick über das Angebot verschafft hatten, entschieden wir uns für Wein und eine Käseplatte. Super lecker.

Wenn ihre mehr über den Abendmarkt wissen möchtest, schaut doch mal HIER vorbei. Mir hat der Markt richtig gut gefallen und ich kann ihn euch sehr ans Herz legen! <3

2. Sion Sommerkino

Bereits in meiner Summer Bucket List vorgestellt und doch immer wieder erwähnenswert: das Sion Sommerkino. Für mich der perfekte Ort, um einen Sommerabend gemütlich ausklingen zu lassen. Zuerst die Sonne hinter dem Kölner Dom untergehen und dann einen guten Film zu sehen. Vorher bei Bon’ame essen zu gehen und danach entspannt nach Hause zu radeln. Einfach nur schön. 

3. Always Karneval

Der Karneval ist ein Teil des kölschen Lebensgefühl, das ich so liebe.

Bunte Kostüme, Kneipen mit endlos langen Einlass- Schlangen, Alkohol schon zum Frühstück,  torkelnde Gestalten, Bützchen, Glasflaschenverbot – das ist Köln im Karneval. Für viele Kölnerinnen und Kölner ist die fünfte Jahreszeit nicht mehr aus dem Jahreskreislauf wegzudenken. Doch der Kölner Karneval polarisiert. Auch ich war als Kind und Jugendliche kein großer Fan. Erst in den letzten zehn Jahren habe ich die Stadt im Ausnahmezustand zu schätzen gelernt. Heute liebe ich nicht nur die Karnevalszeit selber als auch den Moment auf Geburtstagspartys oder Hochzeiten, wenn alles stehen und liegen gelassen wird, um Karnevalshits von Kasalla, oder Querbeat mit zu grölen. Wie alle einen großen Kreis bilden und zusammen schunkeln. Ob man sich vorher kannte oder nicht. Jeder wie er mag, jeder wie er ist. Das ist Köln und dafür liebe ich es!

4. Neptunbad 

Wie ein Tag Urlaub ist für mich das Neptunbad in Ehrenfeld. Ein echter Juwel mitten in Köln und das für mich mit Abstand schönste Thermalbad der Stadt. Mit seiner großartige Jugendstil- Architektur ist es ein echter Hingucker. Schon 1912 wurde es ursprünglich als Badeanstalt eröffnet, die allerdings 1994 wegen fehlendem Budget für Sanierungsarbeiten geschlossen werden musste. Erst 2002 wurde es durch einen Privatinvestor neu eröffnet und zu einem Ort für Sauna, Fitness und Wellness umgebaut. 

Bei jedem Besuch bin ich wieder aufs Neue von diesem historischen Ort sowohl von innen als auch von außen fasziniert. Vor allem abends ist die Atmosphäre mit den vielen Kerzen sehr besonders. Sowohl am Wochenende als auch in der Woche abends war es bei meinen Aufenthalten bisher nie unangenehm voll. Auch das Klientel an Besuchern ist angenehm. Preislich liegt der Eintritt bei 19,50 € für zwei Stunden und 26,50 € für vier Stunde. Was ich einzig und allein nicht so schön finde, ist der Außenbereich mit den umliegenden Wohnhäusern, die von ihren Balkonen einen direkten Blick in die Saunalandschaft haben. 

Alles in allem einer meiner Lieblingsorte in Köln, um mich zu entspannen und Kraft zu tanken! 

5. Köln und seine Veedel

Als Veedel bezeichnet der Kölner liebevoll seine Stadtteile, in dem er zu Hause ist. 86 „offizielle“ Stadtteile und eine Reihe an inoffiziellen Viertel gibt es in Köln. Jedes Veedel hat seinen besonderen Charakter, seinen eigenen Charme und seine liebeswerten Macken. Das Belgische Viertel als Hipsterviertel der Kreativen, die Südstadt urig und bodenständig, Lindenthal als Oase der Entspannung für Versnobte. Sülz mit seinen vielen Kindern und Ökoeltern, Ehrenfeld multiikulti, trendig und schmutzig. Und trotzdem gehören alle dazu und ergeben alle zusammen das große Ganze. Ganz nach dem kölschen Motto „Jeder Jeck is’ anders.“. Ist das nicht unheimlich schön?

Wenn du wissen möchtest, welcher Stadtteiltyp du bist, bin ich zufällig auf diesen Test gestoßen. Mein Ergebnis war übrigens Nippes. 

6. Grüngürtel

Wenn alles noch schläft, ist die Stimmung am Decksteines Weiher fast magisch…

Was wäre Köln nur ohne seinen Grüngürtel? Als Überbleibsel der Stadtbefestigung und eine angelegte Grünzone, die sich von und zum Rhein kreisförmig um Köln legt ist er mit seinen sieben Kilometern Länge eine Oase der Ruhe und Entspannung. Man trifft dort nicht nur auf zahlreiche Sportler, sondern vor allem in den warmen Monaten auch auf viele (junge) Leute mit Grill, Bier und kühlen Getränken auf Picknickdecken.  

Für mich bedeutet der Grüngürtel mehr als nur eine Parkanlage in der Stadt. Er ist mein perfekte Ausgleich zur wuseligen und geschäftstreibenden Stadt, wo ich entspannen und Kraft auftanken kann. Er bedeutet für mich echte Lebensqualität. Meine Laufstrecken führen quer durch den Grüngürtel, doch besonders liebe ich den Decksteiner Weiher. Zu jeder Jahreszeit und jedem Wetter. Jedes Mal beeindruckt mich dieser ruhige Ort mitten in der Stadt aufs Neue. Besonders morgens, wenn alles noch schläft, und nur vereinzelte Läufer oder Hundeausführer unterwegs sind, ist die Stimmung dort magisch.

7. Pottery Art Café

Das Pottery Art Café ist vielleicht nicht typisch für Köln. Dennoch finde ich es ganz wunderbar. Im Rahmen eines Geburtstagsgeschenkes für meine Freundin habe ich die kreative Keramikwerkstatt vergangenes Jahr in der Adventszeit besucht. Mit vielen anderen Frauen und nur einem Mann saßen wir gemütlich bei einem Kaffee und haben Keramik bemalt, das wir uns im Vorfeld ausgesucht haben. Die Besitzerin gibt im Vorfeld eine kurze Einweisung, was Farben und Maltechnik angeht. Eigentlich ist aber alles selbsterklärend. Angemalt kann alles werden, was das Herz begehrt: Tassen, Teekannen, Vasen, Teller, und Vieles mehr. Ich habe mich für eine kleine Keramikdose entschieden, in der ich nun meine Haargummis aufbewahre. Das Ergebnis kann man dann ein paar Tage später gebrannt abholen. 

Hier werden auch Pottery Art Nights mit Sekt und Buffet und Ladies Nights veranstaltet. Für mich ein ganz besonderer Art und Weise, seinen Kaffee zu trinken.

8. Heilandt

Ich liebe Kaffee und ganz besonders den von Heilandt, einer Kölner Rösterei mit einer inspirierenden Gründergeschichte und Unternehmenskultur. Die Geschichte beginnt mit vier Freunden, die bei einer guten Tassen Kaffee die verrückte Idee haben, den perfekten Kaffee herzustellen. Mittlerweile sind aus der Idee vier Standorte entstanden. Das Café im Belgischen Viertel war übrigens das Erste und in seinen Anfängen Rösterei, Kaffeeladen und Shop zusammen. Als es aus allen Nähten platzte, wurde die Rösterei nach Ehrenfeld verlegt. 

Hier schmeckt nicht nur der Kaffee klasse. Auch die Atmosphäre in den Cafés ist ganz besonders. Ich fühle mich dort sofort wohl und allen kleinen und großen Gästen wird offen und freundlich begegnet. 

Super ist auch der Nachhaltigkeitsgedanke bei Heilandt. Der Kaffee wird nämlich so nachhaltig wie möglich hergestellt und auf einem bestmöglichen Handelsweg geliefert, so dass alle in der Kette davon leben können. Wenn ihr euch dafür interessiert, schaut doch mal hier vorbei: Wir lassen die Hosen runter – Transparentbericht 2018/9 der Heilandt Kaffeemanufaktur. 

Gegenüber Kaffeepulver aus dem Supermarkt ist der Heilandt- Kaffee mit seinem Preis von zwischen 6€ und 8€ pro 250g sicherlich eine ganze Ecke teurer. Seit meiner ersten Packung für zu Hause weiß ich allerdings wie gut Kaffee schmecken kann und gebe allein dafür gerne etwas mehr Geld aus.

Zum Schluss noch eine kleine Kaffeeexpertise: Der besondere Geschmack von Heilandt- Kaffee kommt durch seine Röstung. Ganz schonend und bei einer niedrigen Temperatur von 210 Grad wird jede Kaffeesorte bis zu 22 Minuten geröstet. Im Gegensatz zu den Großröstereien, bei denen die Kaffeebohnen bei 400 Grad innerhalb von 90 Sekunden schockgeröstet werden, wird so die Chlorogensäure abgebaut und der Kaffee dadurch weniger säuerlich und magenfreundlicher. 

Das waren meine acht Dinge, die ich an Köln liebe. Habe ich etwas vergessen? Was macht deine Stadt besonders? Ich freue mich über deinen Kommentar in der Kommentarfunktion. 

Hab eine wundervolle Woche!

Deine Lilly 

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